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ATV-DVWK-M 503
TitelGrundlagen zur Überprüfung und Ertüchtigung von Sedimentationsbecken
Ausgabe:12 2001
Verlag:DWA
ISBN:978-3-935669-43-6
Format:A4
Seitenzahl:60
Preis:29,50 €
Bei der industriellen Verarbeitung von Rohstoffen, von der Kalksteinwäsche über die Kohle- bis zur Erzaufbereitung, einschließlich der Urangewinnung, fallen in der Regel große Mengen Aufbereitungsrückstände an. Dabei handelt es sich zumeist um feinkörnige mineralische Feststoffe wie Sand-, Schluff- oder Tonpartikel, die in Wasser aufgeschlämmt sind. Bei der Entsorgung in sogenannten Sedimentationsbecken - gebietsweise auch als Klärteiche und Absinkweiher, im Bereich der neuen Bundesländer durchweg als industrielle Absetzanlagen (IAA) bezeichnet - werden die Feststoffe vom Trägerwasser durch Sedimentation getrennt und abgelagert. Die Sedimentationsbecken, in denen über Jahrzehnte die festen Aufbereitungsrückstände abgelagert werden, stellen oft eine Sonderform von Stauanlagen dar. Über den Stand der Technik zu diesen Anlagen liegt in deutscher Sprache nur in geringem Umfang Literatur vor. (Nach heutigen Maßstäben bzw. in mancher Hinsicht können Sedimentationsbecken auch Deponien gleichkommen, für die von ganz anderer Seite inzwischen Regelungen existieren). Die anerkannten Regeln der Technik für Sedimentationsbecken sind durch die DIN 19700 Teil 15 „Stauanlagen“ und - soweit zutreffend - DIN 19700 Teil 10 „Gemeinsame Festlegungen“ gegeben. Als Folge der speziellen Zweckbestimmung dieser Anlagen sind jedoch spezifische Verfahrensweisen für Bau und Betrieb erforderlich. Bedingt durch die Art ihres Aufbaus und die Betriebsweise sowie durch die Beschaffenheit der abgelagerten Sedimente können diese Anlagen eine Gefahr für Menschen und Umwelt darstellen. Dies machen die verheerenden Unglücke beispielsweise von Stava (Oberitalien, Juli 1985, (268 Todesopfer)) und Los Frailes (Spanien, April 1998) sowie den Ausbruch stark zyanidhaltigen Wassers aus einem Becken bei Baia Mare (Rumänien, Januar 2000) deutlich, die zuletzt eine große Zahl von Todesopfern bzw. katastrophale Umweltschäden verursacht haben. Je nach der fallweisen Eingliederung der Sedimentationsbecken in das hydrologische Umfeld und auch in Abhängigkeit der länderweise verschiedenen rechtlichen Situation wurden bzw. werden Sedimentationsbecken nach bergbaulichem Betriebsplanverfahren oder nach wasserrechtlichen bzw. abfallrechtlichen Verfahren behandelt und genehmigt. Der historischen Entwicklung und dem heutigen Stand der Rohstoffindustrie gemäß liegen in Deutschland heute in der Mehrzahl alte, außer Betrieb genommene Sedimentationsbecken vor, eine Reihe von Anlagen ist und bleibt in Betrieb. Nur vergleichsweise wenige Anlagen werden noch neu erstellt, am ehesten in den Bereichen Kalksteinwäsche, Kohleaufbereitung und Zuckerindustrie. Umweltverträglichkeit und Sicherheit der Anlagen werden in dem hier vorgelegten ATV-DVWK-Merkblatt M 503 „Grundlagen zur Überprüfung und Ertüchtigung von Sedimentationsanlagen“ behandelt. Als Maßstab gelten dabei die anerkannten Regeln der Technik, woraus sich Empfehlungen für die Überprüfung und erforderlichenfalls Ertüchtigung ergeben. Das bisher gültige Regelwerk war als Anleitung hierfür unzureichend. Aus diesem Grund hatte sich die ATV-DVWK die Aufgabe gestellt, Leitlinien zur Überprüfung und Ertüchtigung von Sedimentationsbecken zu erarbeiten. Diese Leitlinien sollen nicht in erster Linie einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand auf diesem Gebiet geben; sie sind vielmehr eher als Hilfe bei der Überprüfung und Beurteilung, ggfs. auch bei der Ertüchtigung von Sedimentationsbecken sowie für die dazu notwendige methodische Arbeit konzipiert worden. Sie können gleichwohl auch bei der Planung von Neuanlagen hilfreich sein. Das Merkblatt wurde vom Arbeitskreis „Sedimentationsbecken“ im ATV-DVWK-Fachausschuss „Talsperren“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen TalsperrenKomitee (DTK) und der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e.V. (DGGT) erarbeitet.
Vorschau (pdf)
Verwandte Titel:DVWK-Merkblatt 231/1995
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