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DWA-A 251
TitelKondensate aus Brennwertkesseln (November 2011)
Ausgabe:11 2011
Verlag:DWA
ISBN:978-3-941897-89-2
Format:A4
Seitenzahl:22
Preis:29,00 €
Ein wirtschaftliches und umweltpolitisches Ziel besteht in der sparsamen und effizienten Nutzung von Rohstoffen und Energie. Die Brennwerttechnologie stellt einen Schritt in diese Richtung dar. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungskesseln, die nur die Reaktionswärme aus der Verbrennung nutzen, verwerten Brennwertkessel zusätzlich die Kondensationswärme des entstehenden Wassers. Die gebildeten Kondensate haben sauren Charakter und können weitere Inhaltsstoffe aufweisen. Um den notwendigen Bestandschutz der abwassertechnischen Anlagen zu gewährleisten und Klärschlammkontaminationen auszuschließen, müssen daher bei der Kondensateinleitung in die öffentliche Kanalisation bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Konkrete Anforderungen, die nun auch Mischungen aus fossilem Brennstoff und Biobrennstoffen einschließen, sind im vorliegenden Arbeitsblatt enthalten. Bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe, wie z. B. Erdgas, Flüssiggas und Heizöl, entstehen hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf. Letzterer kondensiert teilweise an den Wärmeaustauscherflächen des Brennwertkessels und in der Abgasanlage. Die dabei entstehenden Wassermengen hängen u. a. von der Art des Brennstoffes ab. Das vorliegende Arbeitsblatt nennt Kenndaten verschiedener gasförmiger und flüssiger Brennstoffe - hierunter auch die maximal entstehenden Wassermengen. Die Beschaffenheit der Kondensate hängt ebenfalls von der Art des Brennstoffes ab, entscheidend sind aber auch einige andere Einflussgrößen. Neben Kohlensäure enthalten Kondensate zudem die starken Säuren Salpeter- und Schwefelsäure sowie schwefelige Säure. Letztere stehen in direktem Zusammenhang mit dem Schwefelgehalt des Brennstoffes. Dieser liegt im Fall von Standardheizöl EL höher als bei schwefelarmen Heizöl EL oder Erd- und Flüssiggas. Die Bildung von Stickoxiden, die für die Entstehung der Salpetersäure verantwortlich sind, wird weitgehend von den Verbrennungsbedingungen beeinflusst. Das vorliegende Arbeitsblatt regelt, in welchen Fällen Kondensate vor der Einleitung in die Kanalisation zu neutralisieren sind. Kondensate aus Erdgasfeuerungsanlagen bis zu einer Feuerungsleistung von < 200 kW werden in der Regel durch die Vermischung mit häuslichem Abwasser und durch basische Ablagerungen in den Grundstücksentwässerungsanlagen ausreichend neutralisiert. Gleiches gilt für Ölbrennwertkessel bis 200 kW, die mit neuerdings auf dem Markt erhältlichem schwefelarmen Heizöl EL betrieben werden. Der Anteil des häuslichen Abwassersmuss im Jahresmittel mindestens das 25-fache Volumen der zu erwartenden Kondensatmenge ausmachen. Im Arbeitsblatt wird angegeben, für welche Gebäudearten bzw. -nutzungen diese Bedingung hinreichend erfüllt ist und verdeutlicht dies anhand von Berechnungsbeispielen.
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