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DWA-Themen AK 6.2 - T6/2012 - Oktober 2012
TitelRückbau von deponierten Abfällen - T6/2012
Ausgabe:10 2012
Verlag:DWA
ISBN:978-3-942964-45-6
Format:A4
Seitenzahl:66
Preis:58,00 €
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Konzentration vieler Rohstoffe in einer Deponie vergleichbar oder sogar höher sein kann, als in natürlichen Lagerstätten. Dies führt zu der These, die Deponien von heute werden die Bergwerke von morgen sein und die in ihnen abgelagerten Abfälle sollten abgebaut und als Sekundärrohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Vor diesem Hintergrund rückt gegenüber der bisherigen Vorgehensweise zur Stilllegung von Deponien, die Option eines Rückbaus immer stärker in den Fokus, auch wenn heute die Kosten in der Regel den Marktpreis der rückgebauten Rohstoffe noch deutlich übersteigen. Trotzdem kann ein Deponierückbau wirtschaftlich sein, da den Kosten für den Rückbau nicht nur die Erlöse aus rückgewonnenen Rohstoffen gegenüber stehen, sondern sich insbesondere auch umfangreiche Einsparungen bei den Nachsorgekosten ergeben. Bei üblichen Nachsorgezeiträumen zwischen 30 und 100 Jahren resultieren aus den entfallenden Aufwendungen z. B. für das Deponiemonitoring, die Sickerwasserreinigung oder ggf. erforderlichen zusätzlichen Maßnahmen zum Grundwasserschutz Einsparungen, die zurzeit für die Wirtschaftlichkeit eines Rückbaus noch bedeutender sind, als das erschließbare Rohstoffpotenzial. Weitere Aspekte, wie eine höherwertige Folgenutzung freiwerdender Flächen sind zu berücksichtigen. Insgesamt kann somit der Rückbau von Deponien im Vergleich zur Stilllegung bereits heute eine wirtschaftliche Option darstellen und weltweit hat dies auch schon zu mehreren Deponierückbauvorhaben geführt. Seit dem 1. Juni 2005 dürfen in Deutschland nur noch vorbehandelte Abfälle auf Deponien abgelagert werden. Es sind daher bundesweit zahlreiche Deponien außer Betrieb genommen worden, deren Betreiber nun vor der Frage „Stilllegung oder Rückbau“ stehen. Insbesondere diesen Betreibern will der DWA-Themenband fundierte fachliche Hinweise zur Entscheidungsfindung anbieten. Darüber hinaus wendet sich der Band aber auch an Planer und Baufirmen, die mit der Projektierung oder Durchführung eines Deponierückbaus befasst sind sowie an die zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden. Neben den Rechtsgrundlagen sowie den technischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Deponierückbaus behandelt der DWA-Themenband die Planung, Durchführung sowie die Aufbereitung, Lagerung, Verwertung und Entsorgung des ausgebauten Materials. Kosten- und Erlöspositionen, die sich auf die Wirtschaftlichkeit eines Deponierückbaus auswirken können, werden ebenso dargestellt wie Fallbeispiele aus dem In- und Ausland.
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