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Aus der Facharbeit des Hauptausschusses Kommunale Abwasserbehandlung (HA KA)

Fachausschuss KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme“
Fachausschuss KA-3 „Einleiten von Abwasser aus gewerblichen und industriellen Betrieben in eine öffentliche Abwasseranlage“
Fachausschuss KA-5 „Absetzverfahren“
Fachausschuss KA-6 „Aerobe biologische Abwasserreinigungsverfahren“
Fachausschuss KA-7 „Membranbelebungsverfahren“  
Fachausschuss KA-8 „Weitergehende Abwasserreinigung“
Fachausschuss KA-10 „Abwasserbehandlung im ländlichen Raum“
Fachausschuss KA-11 „Technische Ausrüstung und Bau von Kläranlagen“
Fachausschuss KA-12 „Betrieb von Kläranlagen“
Fachausschuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“
Fachausschuss KA-14 „Emissionen aus Abwasseranlagen“

  

Leistungsvergleich Kommunaler Kläranlagen 2008 neu erschienen (Download pdf-Datei )

 

 

 

Die Arbeit des Hauptausschusses „Kommunale Abwasserbehandlung“ war im Jahr 2008 neben der Abstimmung der Arbeitsprogramme der Fachausschüsse geprägt von den personellen Entwicklungen im Hauptausschuss. Zum Jahresende hat Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Günthert sein Amt als Hauptausschussvorsitzender niedergelegt. Der Hauptausschuss hat Dipl.-Ing. Werner Kristeller als Nachfolger gewählt. Kristeller tritt das Amt zum 1. Januar 2009 an.   

 



  

Der Fachausschuss KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme“ hat im Dezember 2008 den DWAThemenband „Neuartige Sanitärsysteme“ veröffentlicht und die Inhalte auf einer Tagung in Weimar präsentiert. Das 326-Seiten starke Werk enthält eine umfangreiche Darstellung und Bewertung der auf dem Markt verfügbaren Systeme zur getrennte Erfassung und gezielten Behandlung von Teilströmen aus zu Wohnzwecken genutzten Anlagen oder ähnlichen Herkunftsbereichen. Die recherchierten Daten zu Urin, Fäzes, Grauwasser werden vorgestellt und diskutiert sowie Erläuterungen zu den verschiedenen Stoffstromsystemen mit Urintrennung und separater Fäkalienbehandlung gegeben. Der gesetzliche Rahmen für die Verwertung von Produkten aus neuartigen Sanitärsystemen wird skizziert. Eine wichtige Frage ist die der Integration von neuartigen Sanitärsystemen in ein bestehendes System der Siedlungsentwässerung. Der Themenband benennt hierzu Rahmenbedingungen und deren Veränderung im Überblick.

  

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   Der Fachausschuss KA-3 „Einleiten von Abwasser aus gewerblichen und industriellen Betrieben in eine öffentliche Abwasseranlage“ arbeitet an einem Kompendium von Problemen und Lösungen im Zusammenhang mit Einleitungen in Abwasseranlagen, das auf der DWA-Homepage veröffentlicht werden soll. Das Kompendium soll durch Beiträge des Fachausschusses sowie externe Beiträge nach entsprechender Bewertung durch den Fachausschuss laufend erweitert und aktualisiert werden. Thematisch soll es Probleme und Lösungen behandeln, die in Abwasseranlagen, d. h. Abwasserbehandlungsanlagen und angeschlossenen Kanalnetzen inkl. aller Nebenanlagen durch Einleitungen anfallen können. In einer Arbeitsgruppe des KA-3 wurde das Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasserversorgung in Abwasseranlagen“ überarbeitet, das voraussichtlich Anfang 2009 veröffentlicht werden kann.

 

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  Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbereitung in Abwasseranlagen“

Das neue Merkblatt DWA- M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbereitung in Abwasseranlagen“ gibt Hinweise zum betriebssicheren Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbereitung in Abwasseranlagen. Es zeigt außerdem Vorteile, ins-besondere von eisenhaltigen Rückständen, für den Betrieb der Anlagen auf.

Rückstände aus der Trinkwasseraufbereitung

Bei der Trinkwasseraufbereitung fallen jährlich rund 180.000 t Rückstände – gerechnet als Trockenmasse – an. Neben Eisen- und Manganschlamm aus dem Grundwasser sowie Aluminium- und Eisen-Flockungsschlamm dominieren kalkhaltige Rückstände. Eine Entsorgungsmöglichkeit besteht darin, die Rückstände in die Abwasseranlage einzubringen. Dies erfordert jedoch in jedem Anwendungsfall eine Einzelfallprüfung nach technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunk-ten. Dabei sind die möglichen Auswirkungen von Wasserwerksrückständen auf den Betrieb der Abwasseranlage von den Betreibern der Anlage zu überprüfen. Die Abwasserqualität und die Entsorgungsmöglichkeiten für Klärschlämme dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Schadlose Mitbehandlung von Wasserwerksrückständen auf Kläranlagen

Das neue Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbereitung in Abwasseranlagen“ bietet hierzu eine nützliche Hilfestellung. Es macht Angaben zur Herkunft und Beschaffenheit der Rückstände. Weiterhin sind darin die technischen Voraussetzungen für Wasseraufbereitungs- und Ab-wasseranlagen formuliert. Checklisten helfen dem Betreiber bei der Einschätzung, ob seine Anlage die Menge und Inhaltsstoffe der zu entsorgenden Rückstände schadlos verkraften kann.

Positive Effekte von Wasserwerksrückständen bei der Abwasserbeseitigung

Es können sich vielfältige Wechselwirkungen ergeben. Das neue Merkblatt zeigt mögliche betriebliche Auswirkungen auf die Abwasseranlagen auf. Je nach Herkunft bzw. Zusammensetzung der Rückstände und bei zielgerichteter Dosierung können sich auch betriebliche und betriebswirtschaftliche Vorteile ergeben. Beispielsweise ist im Kanalnetz eine Verminderung der Sulfidkonzentration und damit der Geruchsprobleme möglich. Bei der Abwasserbehandlung zeigt sich eine positive Wirkung auf die Phosphatfällung, wodurch Fällmittel eingespart werden. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang besonders die eisenhaltigen Rückstände.

Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbereitung in Abwasseranlagen“, Mai 2009, 21 Seiten, ISBN 978-3-941089-62-4, Ladenpreis: 29 Euro, Fördernde DWA-Mitglieder: 23,20 Euro.

Zu beziehen bei:

DWA-Bundesgeschäftsstelle,
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef,
Tel. 0 22 42/872-333
Fax 0 22 42/872-100
E-Mail: kundenzentrum@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.de/shop

  

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  Der Fachausschuss KA-5 „Absetzverfahren“ hat im Jahr 2008 einen Arbeitsbericht mit dem Titel „Sandfänge – Anforderungen, Systeme und Bemessung“ in der KA veröffentlicht (KA 5/2008). Es handelt sich um eine Fortschreibung des Arbeitsberichtes von 1998, der aktualisierte Bemessungswerte für den belüfteten Sand- und Fettfang, Empfehlungen zur Konstruktion einer Sandfanggutrinne sowie Hinweise zur Prüfung der Leistungsfähigkeit vorgefertigter Sandfänge enthält.

Zur Untermauerung der Aussagen des Arbeitsblattes ATV-DVWK-A 131 „Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen“ erstellt der Fachausschuss derzeit eine Datensammlung zu folgenden Aspekten:

  • Probenahme und Analytik,
  • Biozönose des belebten Schlammes,
  • konstruktive Randbedingungen, 
  • zugehörige Belastungsgrößen.

Als nächstes Arbeitsziel wird die Erstellung eines Arbeitsberichts angestrebt.

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Der Fachausschuss KA-6 „Aerobe biologische Abwasserreinigungsverfahren“ hat im vergangenen Jahr vier neue Arbeitsgruppen gegründet:

  • KA-6.5 „Belüftung und Durchmischung“:
    Zwischen Belüftung und Durchmischung bestehen in modernen Belebungsanlagen vielfältige Wechselwirkungen, sodass eine im Hinblick auf energieeffizienten Betrieb optimierte Auslegung nur unter Berücksichtigung dieser Interaktionen möglich ist. Die neue Arbeitsgruppe wird sich den damit verbundenen Fragestellungen widmen. Zunächst ist vorgesehen, einen Arbeitsbericht zur optimierten Planung, Ausschreibung und Betrieb der Verfahrenskette, bestehend aus Gebläsen, Belüftungssystemen und Durchmischung, zu erarbeiten.
  • KA-6.6 „Leistungsfähigkeit biologischer Kläranlagen“:
    In dieser Arbeitsgruppe sollen mögliche Einflüsse, wie z.B. demografischer Wandel, Klimawandel und sinkende Abwassermengen, auf die Reinigungsleistung biologischer Kläranlagen herausgearbeitet und bewertet werden.
  • KA-6.9 „Erhöhte Mischwasserbehandlung“:
    Für Kläranlagen mit Mischwasserzufluss wird die Zuflussmenge in der Bemessung begrenzt. Mischwasserzuflüsse, die den zulässigen Berechnungsansatz überschreiten, werden vor dem Zulauf der Kläranlage abgeworfen oder/und eingespeichert. Verringerte Zuflüsse und Schmutzfrachten bei vorhandener Becken- und Maschinenkapazität können zu einer Veränderung des Anteils an mitbehandeltem Mischwasser führen. Die Arbeitsgruppe beabsichtigt eine Veröffentlichung mit Hinweisen für eine optimierte Mischwasserbehandlung in Kläranlagen unter den Gesichtspunkten der Betriebssicherheit, der Verfahrensführung und der Emissionsbetrachtung.
  • KA-6.10 „Neue Verfahren“:
    Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit innovativen Verfahren der biologischen Abwasserreinigung nach dem Belebungsverfahren und berücksichtigt dabei die nationalen und internationalen Entwicklungen.

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   Der Fachausschuss KA-7 „Membranbelebungsverfahren“ arbeitet derzeit an einem DWA-Merkblatt „Hinweise zu Planung und Betrieb von Membranbelebungsverfahren für die kommunale Abwasserreinigung“, das neben Planung, Bemessung und Konstruktion auf die notwendigen Vorbehandlungsmaßnahmen und die Membranreinigung eingeht sowie Betriebshinweise gibt und Anwendungsbeispiele nennt.

 

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   Im Fachausschuss KA-8 „Weitergehende Abwasserreinigung“ konnte im vergangenen Jahr der DWA-Themenband „Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf“ (Mai 2008) veröffentlicht werden. Auf einer Tagung im November wurde die Thematik mit der Fachöffentlichkeit diskutiert. Derzeit steht die Problematik der Transformationsprodukte von Spurenstoffen im Focus des Fachausschusses. Außerdem soll das Thema „Kunststoffadditive und Duftstoffe“ aufgegriffen werden.

Die Arbeitsgruppe KA-8.1 „Anthropogene Stoffe im Wasserkreislauf“ befasst sich derzeit mit der Frage, welche Konsequenzen die REACH-Verordnung für den Betrieb von Abwasseranlagen und die Verwendung von Wasserchemikalien hat.

Weiterhin befinden sich das Merkblatt DWA-M 205 „Desinfektion von biologisch gereinigtem Abwasser“ und das Arbeitsblatt DWA-A 202 „Chemisch-physikalische Verfahren zur Elimination von Phosphor aus Abwasser“ in Überarbeitung.

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Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf - Forderungen an Politik, Hersteller, Anwender, Verbraucher sowie Ver- und Entsorger

Das politische Konzeptpapier können Sie hier runterladen.

 



 

   Der Fachausschuss KA-10 „Abwasserbehandlung im ländlichen Raum“ hat sich 2008 mit der Erstellung eines Merkblattes zu Bemessung, Bau und Betrieb von Kleinkläranlagen befasst und die Arbeiten fast abgeschlossen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Überarbeitung des Arbeitsblattes DWA-A 222 „Grundsätze für Bemessung, Bau und Betrieb von kleinen Kläranlagen mit aerober biologischer Reinigungsstufe bis 1.000 Einwohnerwerte“, das im kommenden Jahr als Gelbdruck veröffentlicht werden kann. Auch das Einspruchsverfahren zum Arbeitsblatt DWA-A 226 „Grundsätze für die Abwasserbehandlung in Belebungsanlagen mit gemeinsamer aerober Schlammstabilisierung ab 1.000 Einwohnerwerte“ kann voraussichtlich in 2009 abgeschlossen werden. Zum Thema „Abwasser aus Autobahnservicebetrieben“ ist ein Merkblatt geplant. Derzeit läuft ein vorbereitendes Forschungsprojekt zur Erfassung von Daten aus unbewirtschafteten Rastanlagen, das vom Bundesverkehrsministerium initiiert wurde.

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    Im Fachausschuss KA-11 „Technische Ausrüstung und Bau von Kläranlagen“ erschienen im April 2008 die Merkblätter DWA-M 211 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Abwasseranlagen“ und Merkblatt DWA-M 212 „Technische Ausrüstung von Faulgasanlagen auf Kläranlagen“. Das Merkblatt DWA-M 211 gibt einen zusammenfassenden Überblick über mögliche schädliche Einwirkungen auf Beton- und Stahlbetonbauwerke und legt Auswahlkriterien dafür fest, welches Instandsetzungsprinzip in einem konkreten Schadensfall auf einer kommunalen Abwasseranlage geeignet ist.

Im Merkblatt DWA-M 212 werden die wesentlichen maschinen-, elektro- und sicherheitstechnischen Aspekte für Bau und Betrieb von Faulgasanlagen dargestellt. Aus dem Merkblatt geht der Aufbau einer Faulgasanlage hervor. Die einzelnen Komponenten werden mit ihren spezifischen sicherheitstechnischen Anforderungen, auch dem Brand- und Explosionsschutz mit Ex-Zonen-Einteilung, erläutert.

Für das kommende Jahr hat sich der Fachausschuss die Überarbeitung des Arbeitsblattes ATV-A 106 "Entwurf und Bauplanung von Abwasserbehandlungsanlagen" aus dem Jahr 1995 und die Neubearbeitung des Merkblattes DWA-M 261 "Überspannungsschutz auf Kläranlagen" vorgenommen. Außerdem soll die Reihe des Merkblattes DWA-M 213 "Planung und Bau der Elektrotechnik auf Anlagen der Abwassertechnik" durch weitere Teile ergänzt werden.

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 Neu erschienen

 

Merkblatt DWA-M 212 „Technische Ausrüstung von Faulgasanlagen auf Kläranlagen“

Bei der Faulung von Schlämmen, die auf Kläranlagen anfallen entsteht Biogas bzw. Faulgas. Es wird gesammelt und über das Gasrohrleitungssystem zum Gasspeicher geleitet. Bevor es zum Verbraucher gelangt, ist gegebenenfalls eine Gasreinigung vorgeschaltet. Als Verbraucher kommen Heizkessel zur Wärmeerzeugung oder Blockheizkraftwerke in Frage, die neben Wärme auch mechanische und elektrische Energie erzeugen.

Da von Einrichtungen für die Gaserzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung erhebliche Gefahren ausgehen können, müssen diese fachgerecht errichtet und betrieben werden. Die für Planung, Bau und Betrieb der Anlagen existierenden Vorschriften und Regelwerke entsprechen zum Teil nicht mehr dem Stand der Technik und sind nicht speziell auf Faulgasanlagen, sondern auf die öffentliche Gasversorgung bezogen.

Das neue Merkblatt DWA-M 212 „Technische Ausrüstung von Faulgasanlagen auf Kläranlagen“ schließt diese Lücke. Darin werden die wesentlichen maschinen-, elektro- und sicherheitstechnischen Aspekte für Bau und Betrieb von Faulgasanlagen dargestellt. Aus dem Merkblatt geht der Aufbau einer Faulgasanlage hervor. Die einzelnen Komponenten werden mit ihren spezifischen sicherheits technischen Anforderungen erläutert. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Brand- und Explosionsschutz mit Ex-Zonen-Einteilung. Auch auf Prüfungen des sicheren Zustands der gesamten Faulgasanlage bei Inbetriebnahme und wesentlichen Änderungen sowie auf wiederkehrende Prüfungen wird eingegangen.

Merkblatt DWA-M 212 "Technische Ausrüstung von Faulgasanlagen auf Kläranlagen", April 2008; ISBN 978-3-940173-59-1, 28 Seiten, Ladenpreis 32,00 Euro, Fördernde Mitglieder 25,60 Euro.

 

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Neu erschienen

Merkblatt DWA-M 211 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranalgen“

Bauwerke in kommunalen Kläranlagen bestehen zum überwiegenden Teil aus Stahlbeton. Sie sind den unterschiedlichsten Witterungseinflüssen, mechanischen sowie chemischen Beanspruchungen, Angriffen aus dem Grundwasser, dem Boden und dem Abwasser ausgesetzt. Um Kläranlagenbetreibern und Planungsbüros eine Hilfestellung bei der Auswahl der richtigen Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zu bieten, enthält das neue Merkblatt DWA-M 211 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranalgen“ einen zusammenfassenden Überblick über mögliche schädliche Einwirkungen auf Beton- und Stahlbetonbauwerke sowie geeignete Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen.

Es werden Hinweise zu besonders beanspruchten Bauteilen, wie zum Beispiel Räumerlaufbahnen, Faulbehältern oder abgedeckten Klärbecken gegeben. Das Merkblatt gibt weiterhin Erläuterungen zur Planung und Ausführung von Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen. Darüber hinaus werden Anforderungen an die ausführenden Unternehmen und an Wartungskonzepte formuliert.

Bei den Einwirkungen auf Beton- und Stahlbetonbauwerke sind besonders folgende zu berücksichtigen:

  • Carbonatisierung,
  • Frost- und Taumittelwiderstand,
  • Chloride aus Taumitteln,
  • Meerwasser,
  • chemischer Angriff,
  • biogene Schwefelsäurekorrosion und
  • Verschleiß.

Bei der Instandsetzung von Kläranalgen werden im Wesentlichen folgende Systeme verwendet:

  • Betonersatzsysteme,
  • Oberflächenschutzsysteme und
  • Füllstoffe für Risse und Hohlräume.

Als Korrosionsschutzbeschichtung für die Bewehrung muss in der Regel nach Entrostung ein mineralischer Korrosionsschutz verwendet werden. Für das Füllen von Rissen sind abhängig vom Anwendungsziel und dem Feuchtzustand bestimmte Füllgüter zu verwenden, die im DWA-M 211 benannt werden.

Merkblatt DWA-M 211 "Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranlagen", April 2008, ISBN 978-3-940173-56-0, 22 Seiten, Ladenpreis 26,00 Euro, Fördernde Mitglieder 20,80 Euro.

 
 
 


 

 

Der Fachausschuss KA-12 „Betrieb von Kläranlagen“  hat sich um eine neue Arbeitsgruppe zu Betriebsmethoden für die Abwassertechnik erweitert, die aus dem Hauptausschuss IG "Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz" übernommen wurde.

Im 1. Quartal 2009 soll ein Themenband mit einem Beispiel für eine Dienst- und Betriebsanweiung für kleine Kläranlagen veröffentlicht werden. Weiterhin ist für 2009 geplant, den Teil 1 "Dienstanweisung für das Personal von Abwasseranlagen" des Arbeitsblattes DWA-A 199 im Hinblick auf die aktuelle Gesetzeslage zu überarbeiten.

Weiterhin hat der Fachausschuss das Thema "Instandhaltungsstrategien von Kläranlagen" aufgegriffen. In dem geplanten Themenband sollen verschiedene Aspekte, wie etwa Redundanz und Festlegung der Instandhaltungsstrategie angesprochen werden. Es sollen vor allem die unterschiedlichen Randbedingungen und Möglichkeiten für eine sinnvolle Instandhaltung, z. B. anhand von Checklisten, in einem Arbeitsbericht dargestellt werden.

 

 

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Der Fachausschuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“ hat im vergangenen Jahr das Merkblatt DWA-M 269 „Prozessmessgeräte für Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff in Abwasserbehandlungsanlagen“ veröffentlicht. Das Merkblatt gibt Herstellern, Planern und Betreibern von Abwasseranlagen sowie Behörden Hinweise für den zuverlässigen Betrieb der Analysatoren und der dazugehörigen Peripherie. Auch das Merkblatt DWA-M 265 „Regelung der Sauerstoffzufuhr beim Belebungsverfahren“ steht kurz vor der Veröffentlichung.

Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2009 wird die Überarbeitung des Merkblattes ATV-DVWK-M 253 „Automatisierungs- und Leittechnik auf Abwasseranlagen“ sein. Die klassische Gliederung der Leittechnik in Feldebene und Controller als SPS auf der Steuerungs- und Automatisierungsebene und schließlich in die Leitebene zur Prozessführung und Dokumentation ist durch die Vernetzung auf Basis des Ethernet und die Verlagerung von „Intelligenz“ in die Prozessebene abgelöst und systematisch vollständig verändert worden.

Weiterhin ist die Überarbeitung der einzelnen Teile des Merkblattes ATV-DVWK-M 256 „Anforderungen an Betriebsmesseinrichtungen auf Kläranlagen“ geplant. Eine grundlegende technische Überarbeitung des bislang siebenteiligen Merkblattes ist erforderlich, um der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von Betriebsmesseinrichtungen auf abwassertechnischen Anlagen Rechnung zu tragen. Ferner soll die Merkblattreihe um einen neuen Teil 8 „Einrichtungen zur Bestimmung des Schlammspiegels“ erweitert werden.

 

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Der Fachausschuss KA-14 „Emissionen aus Abwasseranlagen“ hat im Jahr 2008 die Neubearbeitung des Merkblattes DWA-M 204 „Stand und Anwendung der Emissionsminderungstechnik bei Kläranlagen - Gerüche, Aerosole“ vorangetrieben. Dabei wurde u.a. die Abstandsregelung für Biofilteranlagen" diskutiert. In Analogie zu Biofilteranlagen ist auch eine Neubewertung der Geruchsemissionen aus Nachklärbecken denkbar, da hier ähnliche Randbedingungen gelten wie bei funktionierenden Biofilteranlagen.  

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